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Urlaubszeit ist eine schöne Zeit

Autor: Maike | Datum: 16 Januar 2013, 22:20 | Kommentare deaktiviert

Zu allererst wünsche ich Euch ein Frohes Neues Jahr  :)

Ich habe Silvester mit ungefähr 30 anderen deutschen Freiwilligen am Strand verbracht, mehr dazu später.  Denn meine Reise- und Urlaubszeit begann schon etwas früher..

Kurz vor Weihnachten reiste unsere WG mit zwei anderen Freiwilligen, welche ebenfalls in Ho und Umgebung wohnen, nach Accra um den Weihnachtseinkauf zu tätigen. Denn nachdem wir einige Zeit vor Weihnachten ein gemütliches Stollen-Essen mit anderen Freiwilligen hatten -an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an meine Mutter – beschlossen wir, dass auch Weihnachten in dieser Runde gefeiert werden sollte. Damit sich die Angst, das Weihnachten dieses Jahr für uns ausfällt, nicht bestätigt haben wir uns ein leckeres Essen gekocht.  Unser Menü, im weihnachtlich geschmücktem Außenbereich, sah wie folgt aus.. Burschetta mit Mozzarella zur Vorspeise, Nudeln mit Käse-Sahne-Soße als Hauptgang und zum Nachtisch Apfelkuchen, lecker! Nachdem wir gemütlich gegessen hatten, wurden die Geschenke ausgepackt. Als wir alle um unseren Weihnachtsbaum rumsaßen, kam richtig schöne Weihnachtsstimmung auf. Natürlich war es etwas ganz anderes als im Kreis der Familie zufeiern, jedoch ist Weihnachten definitiv auch dieses Jahr nicht ausgefallen. Abends haben wir noch eine Veranstaltung, welche uns vorab als traditionelle Musik- und Tanzveranstaltung verkauft wurde, besucht. Dem war nicht so.. die ganze Veranstaltung war nicht wirklich traditionell, sonder größtenteils haben welche Playback gerappt.

Am 25ten wurde ein ruhiger Tag eingelegt, denn hier in Ghana wird Weihnachten nicht wirklich groß gefeiert. Wir haben morgens den Weihnachtsgottesdienst besucht. Dieser war, anderes als erwartet, kleiner und unspektakulärer als die sonstigen Gottesdienst.  Danach haben wir einige Weihnachtsbesuche gemacht und Federball, das Set war ein Weihnachtsgeschenk von Bobby an seine Mädels, gespielt.

Nach diesem erholsamen Tag begann die große Reisezeit. Ich fuhr mit anderen Freiwilligen (Sinja, Michelle und Georg) und Prince, einem Ghanaer, nach Aflao. In Aflao, einem Küstenort direkt an der Grenze zu Togo, besuchten wir Prince Vater. Trotz der Herzlichkeit mit der uns Prince Familie begegnete, war mein Eindruck von der Stadt war nicht gerade positiv. Ich fande sie sehr unfreundlich und habe mich dort recht unwohl gefühlt.  Deshalb war ich auch sehr froh als wir wieder in Ho ankamen. Hier wurde ein kleiner Zwischenstopp eingelegt um nochmal Wäsche zu waschen und die letzten Vorbereitungen für die große Reise zutreffen.  

Silvester habe ich dann an einem wunderschönen Atlantikstrand verbracht. Da ich mit meiner Reisetruppe schon am 29ten angereist war, hatten wir die Möglichkeit vorher entspannende Strandtage einzulegen. Bei denen wir, neben dem üblichen schwimmen, spazieren und sonnenbaden, noch das Glück hatten Babyschildkröten zusehen.

Silvester wurde dann mit einem Lagerfeuer am Strand, stellenweise guter Musik und netten Leuten gefeiert. Während der Großteil am nächsten Morgen ausschlief, machte sich unsere Reisegruppe (bestehend aus Sinja, Michelle, Georg und mir) relativ früh auf um möglichst weit in den Norden zukommen. Dieser Plan ging auch auf und so kamen wir Abends in Tamale an. Dort nahmen wir uns ein Hotel um am nächsten Morgen in den Mole Nationalpark weiter zu fahren . „Al Hassan“, unser Hotel, war das bisher schlimmste Hotel in dem ich untergekommen bin. In den Zimmern funktionierten die Steckdosen und Glühbirnen nicht, was ja noch in Ordnung ist, aber die einzige Glühbirne die funktionierte explodierte und fing an zu brennen, das eine Zimmer konnte man nicht abschließen, die Sanitärenanlagen waren auch nicht gerade ein Highlight und zu allem Überfluss klopfte jemand um halb 5 Sturm und wollte uns mitteilen, dass unser Auto bereitstehe. Wir erklärten ihm also, dass wir kein  Auto gemietet haben und eigentlich noch ganz gerne schlafen würden. Dieses Gespräch wurde noch weitere 3mal geführt. Unser MetroMass zum Mole Park sollte um 13:30 losfahren, so sahen wir uns noch etwas Tamale an. Der Bus fuhr letztendlich pünktlich um 16:00 los. Im Bus erwartete uns die nächste Überraschung, denn man bekommt mit den Tickets Sitzplätze zu gewiesen und leider hatte jemand, damit mehr Gepäck verstaut werden kann, zwei Sitzbänke ausgebaut. So machten wir es uns dann mit einem Plastikstuhl, welcher von irgendjemanden mitgenommen wurde, und auf dem Gepäck gemütlich. Nach einer 5stündigen Fahrt kamen wir im Mole Nationalpark an, bezogen unser Zimmer und fielen in die Betten.  Am nächsten Morgen ging es dann um 7 auf eine zweistündige Fuß-Safari. Dabei hatten wir sogar das Glück Elefanten zu sehen. Natürlich gab es neben dem grauen Riesen auch  jede Menge andere Tiere zu beobachten. Wir kamen ganz in die Nähe von Antilopen, Affen, Warzenschweinen und weiteren Steppentieren. Zudem sahen wir jede Menge bunte Vögel in einer wunderschönen Landschaft. Allein diese Tour entschädigte die anstrengende Reise in den Mole Park. Mittags fuhren wir dann nach Larabanga, einem Dorf in der Nähe, bezogen dort eine andere Unterkunft und sahen uns eine der ältesten Moscheen Ghanas an. In Larabanga liehen wir uns Räder aus und machten nachmittags eine Radtour in den Mole Park, um an einer Jeep Safari teilzunehmen. Hierbei fährt man auf dem Dach eines Jeeps durch den Nationalpark. Nach diesem wunderschönen Tag im Mole Nationalpark, startete morgens um 4 unsere Rückfahrt. Diese wurde anstregender als gedacht. Unser ursprünglicher Plan war es bis nach Nkwanta zu fahren, um dort bei anderen Freiwilligen unterzukommen und ein Tag später das letzte Stück nach Ho zurückzulegen. Dieses, etwas umständlicheren, Weg wählten wir, da wir uns so erhofften etwas mehr von der Landschaft Ghanas zusehen. Jedoch warteten wir sechs Stunden in unserem TroTro von Tamale nach Bimbilla und als es dann letztendlich um 15Uhr losfuhr, waren wir mehr als fertig von dem Warten in der Sonne. Im Bimbilla kamen wir in einem überteuertem und unfreundlichem Hotel unter, aber nach diesem Tag wollten wir einfach nur ein Bett und eine Dusche haben.

Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder anderes aus und so machten wir uns auf, um das letzte Stück zu bewältigen. In Bimbilla erfüllte sich dann ein Traum von mir, denn wir konnten den Fahrer überreden uns auf dem Dach mitfahren zulassen. Normalerweise müssen und wollen die Weißen immer sicher und gut verpackt im TroTro sitzen, jedoch konnten wir dieses Mal den Fahrer überzeugen das wir schon nicht runterfallen werden und es auch wesentlich angenehmer finden oben zu sitzen. Auch wenn es oben wesentlich staubiger war, hat sich dieses Fahrt wirklich gelohnt. Denn man hat nicht nur Platz und frische Luft, sondern man sieht die Landschaft nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Die ganze Fahrt haben uns die Leute vom Straßenrand zugewinkt, da es für sie ein amüsanter und ungewohnter Anblick war die Weißen auf dem Dach zusehen. Nach ein paar weiteren TroTro-Fahrten kamen wir völlig fertig und dreckig in Ho an. Auch wenn die vielen TroTro-Fahrten wirklich strapazierend waren und man am Ende froh war zu Hause zu sein, hat sich dieser Urlaub auf jeden Fall gelohnt!

 

Bis demnächst, meine Lieben :)

(Fotos könnt ihr euch im Album ansehen, ich war leider nicht dazu in der Lage sie in den Eintrag zu intigrieren- ich Technikwunder Wink